Freitag, 9. März 2012



I believe the time for silence is over. If we want to build a truly fair and vibrant community of political debate and social exchange, online and offline, it's not enough to ignore harassment of women, LGBT people or people of colour who dare to have opinions. Free speech means being free to use technology and participate in public life without fear of abuse – and if the only people who can do so are white, straight men, the internet is not as free as we'd like to believe. Original by Laurie Penny

Chochi hat zum Weltfrauentag einen Blogeintrag geschrieben, der anscheinend gleichzeitig GNTM-Tag war x_x na toll....welch Ironie... jedenfalls bin ich durch sie auf Laurie Penny gestoßen und das was ich bisher von ihr gelesen habe fasziniert mich. Kennt ihr Feminismusgehetze? Also das Gehetze gegen Feminismus. Ich musste mir oft anhören, dass Frauen und Männer ja schon gleichberechtigt sind und dass alle anderen einfach nur übertreiben etc... Die Einstellung ist in etwa diejenige: Gleichberechtigung wurde erreicht und wenn ein Ausnahmefall besteht, dann muss Frau sich ganz alleine darum kümmern. Es ist vorbei....

Es gibt auch Witzeleien von Freunden, die ja auf einmal unbedingt Friseur werden wollen, aber keine Chance haben, weil sie ja männlich sind. Für die armen Männer gehört auch etwas getan. Blablabla... ich weiß, dass ihr mich verarschen wollt. Also lasst es!

Wo auch immer die Gesellschaft falsch abgebogen ist, sie ist nicht mehr bereit umzudrehen. In einen weiteren Artikel von Laurie Penny wird kurz darauf eingegangen, dass Frauen von klein auf lernen höflich zu sein und dass es endlich Zeit ist diese Höflichkeit abzulegen, um den Oberbossen der Konzerne und der Regierung Angst einzujagen. Wie viele Frauen sind wirklich in Führungspositionen? Fürchtet uns, denn wir sind auf den Vormarsch! Frauen können auch Spitzenpositionen haben, ohne ihre Weiblichkeit völlig ablegen zu müssen.

Stimmt, mir ist Höflichkeit wichtig. Das ist mir von klein ein eingehämmert worden, sowie von meinen tollen Kindergarten, dass Gott immer da ist, wenn ich nur fest genug an ihn glaube. Vom letzteren habe ich mich verabschiedet. Ich glaube nicht, dass Gott existiert und selbst wenn er existieren würde, da er ja so gut und toll ist, müsste ihn logisch gesehen egal sein, ob man an ihn glaub oder nicht, sonst wäre er ein Widerspruch an sich und demfolge nonexistent. Pasta ~ Beim ersteren tu ich mir aber schwer. Ich bin eines dieser höflichen dressierten Mädchens, dass nur wütend wird, wenn die Grenze schon seit langen übertreten ist. Ich hasse diesen Charakterzug an mir selbst. Ich mache mir sogar Vorwürfe, wenn ich einmal nicht höflich gewesen bin, obwohl dies eigentlich unnötig ist. Mir ist Höflichkeit im Umgang mit anderen Menschen wichtig, doch es gibt auch diese Momente wo man einfach drauf los stänkern sollte.

Sich selbst hinten anzustellen, wegen so einen bescheuerten Grund wie Höflichkeit, ist total dämlich. Ich habe es dennoch schon getan. Ich finde, dass Frauen sich endlich aufraffen sollten aus ihren bequemen Leben mit den ganzen vorherrschenden Dogmen des Schönheitswahns, des höflichen Verhaltenscodex und den Unterordnen auszubrechen. Klar, kann ich hier nur blöd rumschreiben, aber es gehört auch etwas getan und dieses Tun fängt nicht mit diesen Text hier an, sondern bei mir selbst, oder auch bei dir.

Na, wie sind eure Erfahrungen mit Feminismus? Wie steht ihr zu der ganzen Sache?
Betrifft sie euch oder glaubt ihr, dass euch das alles nichts angeht?

{ 5 Kommentare... read them below or Comment }

  1. Die Form muss von Männern und Frauen gewahrt werden. Sich nicht Vordrängeln hat nichts mit Höflichkeit, Männern oder Frauen zu tun - sondern mit einem fairen Zusammenleben.
    Wenn sich alle vordrängeln, gint es am Ende nur eine Reihenfolge: die Stärksten stehen vorne, wie bei den Hunden.
    Du verwechselst Feminismus/Höflichkeit und wasweißich mit Zivilisation.
    Frauen sind heute noch stark benachteiligt, oh ja! Wenn sie aber daraufhin so reagieren wie es Männer täten (rumrüpeln), dann wäre das keine Gleichberechtigung, sondern sie würden damit das kaputte System der Männer selber übernehmen! Nein, der Weg aus der Unterdrückung führt über die Distanzierung von den derzeitigen Umständen. Man muss es anders, besser, machen, nicht genauso bescheuert!

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  2. Gefühlt ist man gleichberechtigt. Man kann quasi alles tun und erreichen. Man darf als Frau jeden Beruf ergreifen und doch merkt man manchmal, dass manche Männer eine sehr altmodische Einstellungen haben. Aber auch viele Frauen.
    Ich glaube, dass viele Frauen erst einmal akzeptieren müssen, dass sie die Freiheiten haben. Das betrifft nicht unbedingt unsere Generation, sondern Ältere.

    Mode ist eine freiwillige Unfreiheit. Man könnte selber nähen oder Dinge abändern, aber das andere ist bequemer. Und wenn es um den BMI geht merkt man schnell, dass er ziemlich veraltet ist. Fast niemand hat einen "gesunden" BMI und vor allem entspricht der dann auch keineswegs dem, was als "schön" empfunden wird. Auf eine Größe von 1,70 würde ein Gewicht von fast 70 kg kommen (wenn ich mich da richtig erinnere). Damit ist man in der heutigen Zeit schon übergewichtig!
    Allgemein ist das Gewichtsthema schwer. Nur weil man dünn ist, heißt es nicht, dass man sich abmagert. Und gegen eine gesunde Art von dünn sein (normal essen und vielleicht etwas Sport machen) hab ich auch nichts (bah, bin ja auch selber dünn xD), erst wenn es zum Wahn wird ist es schlecht. Gleichzeitig kann es aber auch nicht angehen, dass es sehr viele wirklich dicke Menschen gibt, die sich über dünne Menschen lustig machen und meinen "Ich fühl' mich wohl in meiner Haut!", und mit 40 Knieprobleme, Herzbeschwerden und mehr bekommen.

    Irgendwo hat man das Gefühl, dass besonders Jugendlichen ein gesundes Mittelmaß fehlt. In der Mittel- und Oberstufe waren an meiner Schule fast alle Mädchen entweder dünn oder richtig dick (nicht nur leicht übergewichtig). Es gab aber nur wenige, die wirklich abgemagert waren. Heute sieht man aber immer mehr Mädchen, die in Größe 32 herumlaufen und sich dann lautstark im Laden beschweren, dass sie einen zu fetten Hintern haben. Das ist irgendwie echt dumm.

    Args, im Endeffekt könnte man den ganzen Tag darüber schreiben, ohne zu einem Resultat zu kommen...

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  3. HI Akai

    ersteinmal eine ganz wichtige Bitte du schreibst ja auch mit Yoijo kannst du ihr bitte ein Kommentar hinterlassen das ich Ihr gerne Antworten würde aber das ich keines der angegebene IDS für die Kommentarfunktion habe? -.- Dummerweise hab ich auch keine Email von Ihr vielleicht kann Sie mir bitte in meinem Blog ein Kommentar mit Ihrer Email hinterlassen? (da diese nicht sofort veröffentlich wird ist die auch net für andere sichtbar^^Ich antworte ihr dann per Mail? Wäre lieb von dir :)
    lg
    whitegenesis

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  4. (Ich habe schon whitegenesis geschrieben ;) )

    Natürlich, ich bin schon oft über deinen Blog gesurft und auch über die "Monsterfurcht" Ecke, die ich wirklich niedlich finde.
    Ob ich dich dann in den Massen an Menschen entdecken werde? Nun, ich kenne mich, ich würde mich wohl nicht trauen dich einfach anzusprechen. Oder denjenigen, den ich dann treffe und der nicht du wärst. >____< Das Programm in diesem Jahr gefällt mir ausgesprochen gut. Im letzten Jahr war ich nur zu einer Lesung und dem Cosplay Vorentscheid.

    Zum Thema Frauenrechte und Feminismus lief diese Woche erst eine wirklich interessante Dokumentation auf Arte (Die Herrschaft der Männer). Wir sind noch lange nicht gleichberechtigt, das sieht man schon am Lohnverhältnis, aber ich persönlich finde es auch psychologisch gesehen sehr interessant. Während Jungen Dinosaurier und Autos etc. vorgesetzt bekommen, gibt es für Mädchen nur rosa Prinzessinnenkleider, Barbie und Spielzeug, mit dem man Mama bei der Hausarbeit imitieren kann. Natürlich ist das jetzt nur eine passende Auswahl. Ich selbst wollte auch nie eine Prinzessin sein, bin eine unterdurchschnittliche Schönheit und gebe einen Dreck auf Modetrends.
    Am interessantesten für mich war in der Doku ein Experiment. Ein weinendes Baby. Sagte man den Probanden es sei ein Mädchen, dann war es traurig. Meinte man es wäre ein Junge, dann war er wütend.

    Was ich aber am bedrohlichsten an der Dokumentation fand, waren die Kommentare von einigen Männern, die wirklich aggressiv auf den „Vormarsch“ der Frau reagiert haben (mal ganz davon abgesehen, dass es schon einige blutige Attentate auf Feministinnen gab). Gestern habe ich auf Pro7 beim Zappen auch einen Kommentar von einem Mann gehört, der meinte es wäre doch toll, wenn sich die Frauen für die Männer hübsch machen. Bei so was könnt ich an die Decke gehen. Es sind nämlich die Männer, die mehr Wert auf das Äußere ihrer Partnerin legen, als Frauen auf das Äußere ihres Partners. Es gibt schon einige Männer, die wirklich von ihrem hohen Ross herunterkommen sollten.
    Allerdings finde ich auch die Frauen schlimm, die sich einem Mann einfach so hingeben und sich dann für emanzipiert halten, weil sie mit einem reichen alten Kerl verkehren und im Rampenlicht stehen…


    Oh und übrigens: "Scandinavia and the World" liebe ich auch. XD

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  5. @Annonym: Ich find schade, dass du gleich annonym geblieben bist :) weil du recht hast. Ich war gestern etwas wütend, weil ich es einfach nicht einsehen konnte, wie manche Männer den Feminismus als ganzes begegnet sind. Ich meinte mit meiner Aussage eigentlich auch nicht mehr und nicht weniger als den Mund aufzumachen, wenn z.B. etwas sexistisches über jemanden gesagt wird und es einem selbst schon so gegen den Strich geht. Leider sind solche Umstände aber schon so Normalität geworden, dass du von Leuten nur das Kommentar bekommst... am besten einfach ignorieren.

    Der momentane Weg auf den sich unsere Gesellschaft befindet ist wirklich "gefühlte" Gleichberechtigung und deshalb finden hinter den Kulissen nur Ehrungen, Runrederei etc... statt. Mir selbst kommt es einfach vor, dass wir irgendwo die falsche Abbiegung genommen haben und uns durchs Leben heucheln.

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